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Begriffserklärungen

Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen von BMU / UBA

Global Compact

GHG

GRI

ISO 26000

Leistungsindikatoren (KPI)

Maßnahmen

Mindeststandards

Nachhaltigkeitsstandards

Offenlegung

Selbstverpflichtung

Transparency International

Unternehmensverantwortung

Verantwortungsbereich


Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen von BMU / UBA

Praktischer Leitfaden des Bundesumweltministeriums sowie des Umweltbundesamtes für die Organisation und Planung von Veranstaltungen. Der Leitfaden enthält Hilfestellungen, um das Thema Nachhaltigkeit zu erkennen. Er bietet Hilfestellung für Zielformulierung und Maßnahmenfindung in alle relevanten Handlungsfelder des Nachhaltigkeitsmanagements für die Veranstaltungsbranche.

Global Compact

Der Global Compact wurde 1999 von UN-Generalsekretär Kofi Annan anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos allen Unternehmensführern und Leitern von Zivilgesellschaften, Regierungen und Organisationen angeboten. Die Internationale Handelskammer, ICC und Kofi Annan vereinbarten in enger Zusammenarbeit einen globalen Pakt der Vereinten Nationen, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Die Teilnahme am Global Compact wird durch einen kurzen Brief an den UN-Generalsekretär erklärt. Der Brief enthält den Willen des Unternehmensführers, sich darum zu bemühen, in Zukunft bestimmte soziale und ökologische Mindeststandards einzuhalten. Die Grundsätze des Global Compact sind in zehn Prinzipien gefasst. Von den Mitgliedern des Global Compact wird erwartet, dass sie sich mit ihren Anspruchsgruppen in einem jährlichen Fortschrittsbericht – Communication of Progress, CoP – austauschen. Der Austausch findet durch Offenlegung statt, d. h. durch Veröffentlichung einer einfachen Berichtsform, die den Anspruchsgruppen frei zugänglich ist. Mehr als 2000 Unternehmen aus 80 Ländern haben sich dem globalen Pakt angeschlossen. Global Compact ist die weltweit größte Corporate Citizenship Initiative.

GHG

Die Greenhouse-Gas-Protocol Corporate Standards (GHG-Protocol) sind ein praktischer Leitfaden für Unternehmen. Die Kategorien des GHG-Protocol haben eine hohe Bedeutung für die CO2-Bilanzierung im Unternehmenskontext gewonnen. Das GHG-Protocol definiert die Grundprinzipien der Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Transparenz und Genauigkeit. Es definiert Regeln zur organisationalen Abgrenzung einer Treibhausgasbilanz und zur operativen Abgrenzung.

GRI
Global Reporting Initiative ist eine netzwerkbasierte Organisation, die einen weltweit eingesetzten Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat. Der Standard gilt als anspruchsvolle Qualitäts-Referenz und wird weltweit von über 3000 meist größeren Unternehmen eingesetzt.
vgl. auch: GRI Sustainable Reporting Guidelines & Event Organizers Sector Supplement. In Vorbereitung auf die Olympischen Spiele London 2012 entstand eine spezielle Reporting-Richtlinie für den Eventsektor.

ISO 26000

Der Leitfaden gibt Orientierung und Empfehlungen, wie sich Organisationen jeglicher Art verhalten sollten, damit sie als gesellschaftlich verantwortlich angesehen werden können. Der Leitfaden wurde im November 2010 veröffentlicht und seine Anwendung ist freiwillig. In Deutschland ist diese Norm als DIN ISO 26000 mit Ausgabedatum Januar 2011 veröffentlicht.

Leistungsindikatoren (KPI)

Quantifizierte Kennziffern, die eine Vergleichbarkeit von verwendeten Messgrößen in Bezug auf die Erfüllung von Kodexkriterien vereinfachen. KPI’s dienen dazu, Ergebnisse zu vergleichen und / oder zusammenzufassen. Als Quelle wichtiger Nachhaltigkeitsindikatoren gelten beispielsweise die Global Reporting Initiative, GRI | European Federation of Financial Analysts Societies, EFFAS | Global Compact | Deutscher Nachhaltigkeitskodex, DNK

Maßnahmen

Die Darstellung von praktischen Maßnahmen, die als Schritt ergriffen wurden, um der Erfüllung des Nachhaltigkeitskodex nachzukommen. Maßnahmen zeigen auf, was konkret und tatsächlich getan wird, um einen Beitrag in einem Handlungsfeld zu leisten. Der Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen des BMU / UBA zeigt wesentliche Maßnahmen für alle Handlungsfelder auf und empfiehlt weitere Maßnahmen, die mit Handlungsanleitungen verbunden sind.

Mindeststandards

Gültigkeit für die mindestens einzuhaltenden Standards. Mindeststandards haben eine hohe Verbindlichkeit hinsichtlich der Berichterstattung, Bewertung und Prüfung. Erforderlich ist eine Übereinkunft der beteiligten Gruppen.

Nachhaltigkeitsstandards

Standards für Nachhaltigkeit zu verwenden macht Prozesse, Maßnahmen und Ergebnisse transparent, es hilft der Dokumentation und dem Vergleich. Da es einen einheitlichen Nachhaltigkeitsstandard nicht gibt, besteht die Möglichkeit, sich auf bestehende und anerkannte Standards zu beziehen, sofern diese für die eigene Arbeit bereits angewendet werden. Beispiele geeigneter Standards sind die zum Stichwort Leistungsindikatoren genannten Standards GRI, EFFAS, Global Compact, DNK oder auch der BS 8901 zur ISO 20121. Die 2007 vom Britisch Standards Institute (BSI) herausgegebene Norm umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte im Sinne der Nachhaltigkeit der gesamten Wertschöpfungskette einer Veranstaltung. Er wurde als Nachhaltigkeitsstandard für die Olympischen Spiele 2012 in London entwickelt.

Offenlegung

Der Austausch von relevanten Informationen zur Erfüllung des Nachhaltigkeitskodex mit den Interessensgruppen des Unternehmens ist ein wesentlicher Aspekt von Nachhaltigkeit. Der Austausch findet durch Offenlegung von Informationen statt, d. h. durch Veröffentlichung in einfacher Berichtsform, z. B. im Internet.

Selbstverpflichtung

a) im Rahmen dieses Nachhaltigkeitskodex
Die freiwillig und selbst auferlegte Verpflichtung, die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens entsprechend der Leitsätze des Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungsbranche sozialer und ökologischer zu gestalten.

b) im Rahmen spezifischer Engagements
Die freiwillig und selbst auferlegte Verpflichtung, die in einer eigenen Erklärung mit Bezug oder Verweis auf einen geltenden Standard besagt, dass dieser spezifische Standard für das erklärende Unternehmen gilt. Beispiel ist die eine Verpflichtung zum Schutz der Menschenrechte durch einen Verweis auf einen internationalen Standard wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Transparency International

Transparency International Deutschland e.V. arbeitet gemeinnützig und ist politisch unabhängig und setzt sich für eine Bekämpfung und Eindämmung der Korruption ein. Transparency Grundprinzipien sind Integrität, Verantwortlichkeit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft. Die Organisation will das öffentliche Bewusstsein über die schädlichen Folgen der Korruption schärfen und Integritätssysteme stärken.

Unternehmensverantwortung

Verantwortung heißt für die Unternehmen der Veranstaltungsbranche, bereit und fähig zu sein, Antworten auf Fragen unternehmerischen Handelns zu geben und für die Folgen eigenen Handelns einzustehen.

Verantwortungsbereich

Besonders relevant für die Veranstaltungsbranche ist die Reichweite der Verantwortung z. B. für Ressourcenverbrauch und Emissionen, wenn diese nicht im direkten Einflussbereich des Unternehmens liegen. In Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol wird von den teilnehmenden Unternehmen erwartet, dass sie die Verantwortung je nach Einflussbereich übernehmen.
Beispiel für Ressourcenverbrauch und Emissionen:

  • Scope 1 umfasst direkt selbst, im eigenen Handlungsbereich erzeugten Ressourcenverbrauch und Emissionen.
  • Scope 2 umfasst den erzeugten Ressourcenverbrauch und Emissionen aufgrund der Durchführung von Veranstaltungen durch die Kunden.
  • Scope 3 umfasst den Ressourcenverbrauch und Emissionen aus Dienstleistungen und Vorleistungen Dritter.